„Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern,
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus deiner guten und geliebten Hand.“


So lautet Dietrich Bonhoeffers dritte Strophe des Gedichts „Von guten Mächten“. Wir, als SMJ nehmen Abschied von unserer Simone Gadinger, welche diesen schweren und bitteren Kelch vor 2 Jahren gereicht bekommen hat. Am Anfang kaum merklich, außer dass sie nicht mehr die Ausdauer wie früher bei ihren Sportaktivitäten hatte.
Sie hat ihn angenommen diesen Kelch und dabei immer Zuversicht ausgestrahlt. In der langen Zeit, in der es ihr schlecht ging, war sie immer noch für andere da: An erster Stelle für ihre drei Männer Mika, Ari und Christian, für ihre Bekannten und Freunde, zu der auch wir uns von SMJ zählen durften.

Diese Zuversicht, gerade in den schwersten Momenten, nahm sie aus ihrem tiefen und unerschütterlichen Glauben an Gott und Maria, der sie schon seit Kindesbeinen an prägte. Viele Jahre war sie mit ihren Freunden die antreibende Kraft der monatlichen Familiengottesdienste in der Marienpfalz. Nachdem ihre Jungs in das SMJ-Alter kamen, war sie fester Bestandteil in unserer Gemeinschaft. Seit 2013 nahm sie die Aufgabe als Zeltlagerköchin war, was vielmehr als „Mutter für Alles“ umschrieben werden könnte. So mancher Heimwehfall konnte mithilfe eines guten Essens und der liebevollen Art von Simone geheilt werden.

Auch noch mitten in der Krankheit ließ sie es sich nicht nehmen, aktiv für uns da zu sein. Noch 3 Wochen vor ihrem Tod besuchte sie das Küchenteam und wurde von dem ganzen Zeltlager mit einem schallenden „Zicke Zacke“ begrüßt. Gerade bei diesem letzten Treffen merkte man, wie wichtig unsere Gemeinschaft für Simone war.

Nun ist Simone uns zu der ewigen Heimat vorausgegangen. Wir dürfen dankbar auf die vielen schönen Momente zurückblicken, welche wir gemeinsam verbringen durften. In der SMJ und in den Herzen von uns allen wird sie immer einen festen Platz einnehmen.

Christoph Lusch

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