Zeltlager 2010: Rückblick Drucken
Geschrieben von: Markus E.   
Montag, den 04. Oktober 2010 um 22:07 Uhr

 

Alles in allem ein richtiges Indianerlager

Der 11. Juli 2010, ein Sonntag, ist ein heißer Tag. Fast Präriewetter, wenn man das so sagen darf. Kaum ein laues Lüftchen lässt Abkühlung verhoffen. Mitten im Pfälzer Wald bei Waldleinigen hat sich ein Indianderlager eingefunden. Diese Indianer stammen jedoch nicht aus Amerika, es sind Vertreter diverser pfälzischer Stämme, vorwiegend aus der Südpfalz.

An diesem Tag, dem Besuchertag, hat sich das Lager in die kleine Wild-West Stadt „Nice-Town“ verwandelt.

Vom Saloon mit typischen Kartenspielen, Schießbuden, Lassowerfen bis zu einem Squaredance gibt es alles, was ein Indianer- und Cowboyherz begehren kann.

Auch an den anderen Tagen gibt es das zum Thema passende Wetter, sodass die doch an etwas mehr Regen gewöhnten Indianer den kleinen „Pool“, den eine Mutter ins Lager brachte tagtäglich nutzten.

Kaum zu glauben, aber diese Indianer sind doch recht moderne Indianer, denn sie haben es sich nicht nehmen lassen das Halbfinale, das Spiel um den 3. Platz und das Finale der WM mitzuerleben. Dafür steht im großen Gemeinschaftszelt ein Fernseher bereit. Das ist dann jedoch nur eine Ausnahme, auf weitere Technik soll möglichst verzichtet werden.

 

Das Leben im Lager steht im Zeichen von Winnetou und Old Shatterhand. Der Tag füllt sich mit Bogenbau, Spurensuche, Büffeljagd, Kräfte messen der Halbstarken und fertigen von Indianerkleidung. Selbst ein richtiges Tipi wird aufgestellt, das dann in den folgenden Nächten von ein paar mutigen Indiandern ausprobiert wird, in typisch indianischer Art mit einem kleinen Feuer und einem Abzugsloch für den Rauch. Zeitweise war es wirklich das wärmste Zelt im ganzen Lager.

An einem Abend erscheint plötzlich ein ausgewachsener Grizzly-Bär am Lagerfeuer. Nicht irgendein Bär, ein ausgewachsenes Exemplar des mächtigen unüberwindlichen grauen Bären. Es wäre gerade Selbstmord ihn anzugreifen. Wenn er sich aufrichtet überragt er jeden Menschen. Und dieses so gefürchtete Raubtier erscheint plötzlich bei uns am Lagerfeuer. Ihn schienen wohl die lautstark gesungenen Lieder anzuziehen. Die erfahreneren Indianer hatten natürlich sofort die Hand an der Waffe. Nach kurzem Kräfte messen, sah der Bär jedoch ein, dass er gegen 60 Indianer keine Chance hatte. Nach einer kleinen Verfolgung wurde er von einem kühnen Indianer erlegt. Die Bärentatzen, sowie das Büffelfleisch waren dann der Höhepunkt am Abschlussabend.

Natürlich gehörten zum Lager auch die Lagerrunden und Gruppenstunden, in denen die Freundschaft von Winnetou und Old Shatterhand auf uns hin gedeutet wurde, die Gottesdienste, Morgen- und Abendgebete sowie der Weihetag, bei dem wir zur "Blutsbruderschaft mit Maria" eingeladen waren.